FÜR DEN UNTERRICHT / 45 MINUTEN
Gemeinsam üben.
Ohne Offenlegungsdruck.
Ein kurzer Ablauf für Lehrkräfte und Schulsozialarbeit. Er nutzt fiktive Szenen und fragt nicht nach persönlichen Konsumerfahrungen.
Jugendliche prüfen eine Behauptung, vergleichen Handlungsoptionen und kennen einen konkreten Hilfeweg.
Geräte oder Ausdrucke bereitstellen; schulische Ansprechperson und Vorgehen bei vertraulichen Anliegen vorab klären.
Diese Website, optional der Druckbogen, Stifte. Keine Erhebung persönlicher Konsumdaten.
ABLAUF
Eine Stunde in fünf Schritten.
- 05 MIN
Einstieg
Die Klasse sammelt eine verbreitete Behauptung, ohne eigene Erlebnisse nennen zu müssen. Ziel der Stunde und Gesprächsregeln klären.
- 10 MIN
Einordnen
In Zweiergruppen eine Behauptung öffnen: Was sagt die Quelle genau, und was lässt sie offen?
- 15 MIN
Durchspielen
Eine fiktive Szene wählen. Zwei Antworten vergleichen und einen eigenen Satz notieren.
- 10 MIN
Besprechen
Welche Antwort wahrt die eigene Grenze? Wann reicht Hilfe unter Gleichaltrigen, wann braucht es Erwachsene oder Fachkräfte?
- 05 MIN
Hilfeweg sichern
Jede Person findet auf der Hilfeseite eine Anlaufstelle. Fragen können auch nach der Stunde vertraulich gestellt werden.
WICHTIG IN DER KLASSE
Keine Bekenntnisrunde.
Niemand soll eigenen Konsum oder Konsum in der Familie öffentlich offenlegen. Fiktive Fälle genügen. Stigmatisierende Sprache und abschreckende Bilder können Gespräche erschweren.
FORSCHUNGSBEZUG
Üben statt nur zuhören.
Internationale Präventionsstandards beschreiben strukturierte, interaktive Übungen zu sozialen Kompetenzen als Bestandteil erfolgversprechender Schulprogramme. Eine einzelne Website oder Stunde ersetzt ein solches Programm nicht.8