01 / AKUT
Wirkung ist nicht immer vorhersehbar.
Cannabis kann Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Reaktion unmittelbar beeinträchtigen. Manche erleben Entspannung; auch Angst, Unruhe oder Verwirrtheit sind möglich. Die Wirkung hängt unter anderem von Person, Situation, Produkt und Konsumform ab.5
02 / HÄUFIGER KONSUM
Wenn Alltag zurücktritt.
Ein Hinweis, Hilfe zu suchen, kann sein, dass Konsum im Alltag immer wichtiger wird, Schule oder Beziehungen leiden oder weniger Konsum trotz eigener Versuche nicht gelingt. Das sind Beobachtungen, keine Diagnose. Abhängigkeit muss fachlich eingeschätzt werden.56
Du darfst früh fragen, auch wenn du unsicher bist, ob „es schlimm genug“ ist.
Beschreibe konkrete Veränderungen und frage, wie es der Person geht. Kein Etikett vergeben.
03 / FORSCHUNG
Zusammenhang ist nicht immer Ursache.
Studien berichten bei frühem und häufigem Konsum häufiger Lern- und psychische Probleme. Ob Cannabis jede beobachtete Veränderung verursacht, lässt sich aus Beobachtungsdaten allein nicht sicher sagen: Andere Belastungen können eine Rolle spielen. Diese Unsicherheit macht Risiken nicht bedeutungslos – sie verlangt genaue Formulierungen.614
04 / WEITERKOMMEN
Das Gespräch kann klein beginnen.
„Ich merke, dass Kiffen viel Raum einnimmt. Ich würde gern mit jemandem darüber sprechen.“ Für solche Fragen gibt es Beratungsstellen vor Ort und online. drugcom bietet persönliche, kostenfreie Onlineberatung an.11