01 / EINORDNEN
„Alle trinken“ ist keine Tatsache.
2025 gaben 32,9 % der 12- bis 17-Jährigen in einer bundesweiten Befragung an, in den letzten 30 Tagen Alkohol getrunken zu haben. Die Zahl beschreibt eine Altersgruppe und ist kein Freibrief, Rückschluss auf Freunde oder eine Klasse zu ziehen.1
Eine ruhige Antwort kann genügen: „Ich nehme heute etwas Alkoholfreies.“ Wenn jemand weiter drängt, darfst du dieselbe Antwort wiederholen, das Gespräch wechseln oder weggehen.
02 / IM MOMENT
Rausch verändert Entscheidungen.
Alkohol kann Wahrnehmung, Reaktion und Koordination beeinträchtigen. Deutliche Zeichen starker Trunkenheit sind etwa Torkeln und Lallen. Ein Zustand kann sich verschlechtern; deshalb ist es wichtig, bei einer stark beeinträchtigten Person nicht einfach von „Ausschlafen“ auszugehen.2
Hole eine nüchterne, vertrauenswürdige Person dazu. Ein sicherer Heimweg ist wichtiger als ein peinlicher Moment.
Bleib bei der Person, zieh Erwachsene oder Hilfe hinzu und lass dich nicht mit „wird schon“ abspeisen.
03 / NOTFALL
Kaum ansprechbar? 112.
Bewusstlosigkeit, auffällige Atmung oder der Verdacht auf eine schwere Vergiftung sind Gründe, sofort den Rettungsdienst zu rufen. Bleib bei der Person und folge den Anweisungen am Telefon.213
112 anrufen04 / WEITERKOMMEN
Auch Sorgen sind ein Anlass zu reden.
Wenn Alkohol wiederholt zu Konflikten, Kontrollverlust oder Fehlzeiten führt, kann ein Gespräch mit einer Beratungsstelle helfen. Du musst den Konsum nicht selbst einordnen oder jemandem eine Diagnose geben.7